International MDT Research Foundation
Mission Statement

Über diesen Förderverein

Die International MDT Research Foundation Deutschland e.V. wurde im Dezember 2010 in Freiburg gegründet.

Gründungsmitglieder sind:

  • Mathias Rosenbaum, Lübeck
  • Thomas Rüsing, Freiburg
  • Barbara Schoch, Freiburg
  • Wolfgang Schoch, Freiburg
  • Martin Spitzenberg, Arbon / Schweiz
  • Anja Supp, Freiburg
  • Georg Supp, Freiburg

Mehr Informationen zu den Mitgliedern finden Sie unter dem Menüpunkt Über uns

Dieser Förderverein unterstützt zu 100 % die Arbeit der International MDT Research Foundation mit Sitz in Lavallette /USA. *

*Da die International MDT Research Foundation Deutschland e.V. als gemeinnütziger Verein in Deutschland anerkannt ist, erkennen die deutschen Finanzbehörden Zuwendungen an sie steuerlich an. Jeder Spender erhält von der IMDTRF-D eine Spendenbescheinigung nach § 10 b des Einkommensteuergesetzes.

Programm

der International MDT Research Foundation

Die International MDT Research Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung. Die Stiftung nimmt kleine Förderanträge für Projekte an, die den Nutzen und die Grenzen von Mechanischer Diagnose und Therapie (MDT) untersuchen.

In Betracht kommen sowohl Projekte im Grundlagenbereich als auch solche aus der klinischen Forschung. Letztendliches Ziel der Stiftung ist es die Versorgung von Patienten mit muskuloskeletalen Beschwerden zu verbessern.

Die Stiftung möchte vor allem junge Forscher motivieren, sich zu bewerben. Die Zuschüsse können Pilotprojekte unterstützen, die es den Forschern ermöglichen, später umfangreichere Förderanträge zu stellen. Die Stiftung gibt Anträgen den Vorzug, die Funktionelle Outcomes untersuchen. Die Anträge durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren. Nur Projekte mit hohem Qualitätsstandard erhalten Zuschüsse.

Die beantragten Summen sollten mindestens 2.000 USD und höchstens 20.000 USD umfassen. Die IMDTRF gewährt nur Zuschüsse für Arbeiten, die noch in Planung sind. Eine Unterstützung von Projekten, die bereits laufen oder schon abgeschlossen sind, ist nicht möglich. Die Korrespondenz erfolgt ausschließlich mit dem Projektleiter. Zuschüsse werden nur für ein Jahr gewährt.

Hintergrund

Wirbelsäulenprobleme kommen in der erwachsenen Bevölkerung extrem häufig vor. Fachleute schätzen, dass bei 80 % aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens mindestens eine Episode von Rückenschmerzen auftritt. Gleich nach der einfachen Erkältung sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Rückenschmerzen können zu beträchtlichen Einschränkungen im Alltag und Arbeitsausfällen führen. Die persönlichen und gesellschaftlichen Kosten sind immens. Mitunter heilen die Beschwerden nicht vollständig aus. Viele Betroffene leiden monate- oder jahrelang und Rückfälle sind sehr häufig.

Gängige Behandlungen für Wirbelsäulenbeschwerden sind oft mit einer Unzahl von Theorien verknüpft. Unterschiedlichste Interventionen zielen auf vermeintliche Ursachen. Viele verschiedene medizinische Fachgruppen behandeln Wirbelsäulenbeschwerden: Hausärzte, Orthopäden, Rheumatologen, Neurologen, Physiotherapeuten, Chiropraktiker, Neurochirurgen,…. Allzu häufig widersprechen sich die Methoden der einzelnen Fachgruppen. Dies führt zur Verwirrung der Patienten und zu schlechten Therapieergebnissen.

Als Folge dieser Problematik sind weltweite klinische Leitlinien entstanden. Diese sind der Versuch, die Empfehlungen für die Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden zu standardisieren. Die Leitlinien ordnen den Großteil der Patienten mit Nacken- und Rückenschmerzen in die große homogene Gruppe der „nichtspezifischen“ Wirbelsäulenbeschwerden ein. Diese Einteilung hat zur Folge, dass die aktuellen Leitlinien für diese große Gruppe eine “one-fits-all” Therapie empfehlen.

Hier besteht ein deutlicher Widerspruch zwischen den klinischen Leitlinien und der alltäglichen klinischen Praxis. Klinisch Tätige stellen regelmäßig fest, dass die Ergebnisse ziemlich schlecht sind, wenn sie einen solchen gleichmachenden Therapieansatz benutzen. Im Gegensatz dazu wird von wesentlich besseren Behandlungsergebnissen berichtet, wenn die große Gruppe der “nichtspezifischen” Wirbelsäulenbeschwerden in Unterkategorien unterteilt wird. Die Behandlung richtet sich dann gezielt an den Ansprüchen dieser Subgruppen aus.

Während sich die klinisch Tätigen mittlerweile einig sind, dass Subgruppenbildung wichtig ist, gibt es bisher keine Übereinstimmung darüber, wie man diese Subgruppen am besten identifizieren und behandeln soll. Mechanische Diagnose und Therapie (MDT) ist ein Untersuchungs- und Klassifikationssystem für muskuloskeletale Probleme. Ziel der Klassifikation ist immer eine konkrete Behandlungsempfehlung.

Das MDT-System stellt bei den gewählten Interventionen immer die Selbstbehandlung des Patienten und dessen Aufklärung in den Mittelpunkt. Durch den Gebrauch gezielter Übungen und Haltungsveränderungen lernt der Patient, wie er seine Beschwerden jetzt und in Zukunft selbst behandeln kann. Da epidemiologische Studien zeigen, dass muskulokeletale Beschwerden häufig auftreten und Rückfälle typisch sind, ist Selbstbehandlung das effektivste Werkzeug in der Therapie.

Eine Schlüsselbedeutung kommt dabei dem Zentralisationsphänomen zu. Zentralisation beschreibt das anhaltende Verschwinden ausstrahlender Schmerzen als Folge von wiederholten Bewegungsübungen und / oder statischen Haltungen. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit und seiner prognostischen Aussagekraft hat das Zentralisationsphänomen das Interesse der medizinischen Fachwelt auf sich gezogen.

Forschung ist unbedingt nötig

Obwohl die wissenschaftliche Literatur das Konzepte und die Vorstellungen von MDT unterstützt, gibt es noch deutliche Lücken. Wissenschaftliche Untersuchungen mit guten Design sind nötig, um folgende Aspekte weiter zu untersuchen:

  • Die Zuverlässigkeit von Untersuchungs- und Klassifikationssystemen
  • Der prognostische Wert von diagnostischen Kategorien
  • Die Effektivität von Behandlungen
  • Längsstudien mit Ergebnismessungen
  • Der Vergleich von Behandlungssystemen

Weitere Projektvorschläge könnten die Integration von Grundlagenforschung und Klinischen Beobachtungen betreffen. Außerdem ist Ergebnismessung eine entscheidende Komponente bei allen Projekten. Um bei der Vergabe der Fördermittel berücksichtigt zu werden, müssen die vorgeschlagenen Projekte unbedingt Ergebnismessungen für Funktionen im Alltag beinhalten.

Weitere Informationen für interessierte Forscher sowie detaillierte Informationen zu den Fördermöglichkeiten und dem konkreten Ablauf der Bewerbung finden Sie auf der Website der International MDT Research Foundation.


* Zum besseren Verständnis sind alle Links, welche auf die englischsprachige International MDT Research Foundation Website verweisen, rot hinterlegt und fett.